Fährbootwagen
des Gattungsbezirkes
Trier
(ab 1935 Gattungsbezirk
Saarbrücken)
| Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
trat am 1.Mai 1925 dem belgisch-englischen Fährboot-Vertrag bei. Daraufhin
beschaffte sie ab 1927 zwei Typen Universalgüterwagen und ab 1935
einen Kühlwagentyp speziell für den Einsatz zum Transport von
Gütern von und nach Großbritannien. Diese ermöglichten
den Transport über Fährschiffe zwischen der Insel und dem Festland
ohne Umladung.
Diesem Einsatzgebiet geschuldet unterschieden sich diese Wagen in zwei wichtigen Merkmalen von den sonst auf dem europäischen Festland eingesetzten Güterwagen. Sie besaßen ein anderes Lichtraumprofil und waren mit einer speziellen englischen Handhebel-Rangierbremse ausgerüstet. Von den Konstruktionsmerkmalen sind diese Wagen der genieteten Austauschbauart zuzuordnen. Der Einsatz dieser Fahrzeuge wurde streng
reglementiert und war nur zugelassen auf der 1924 eröffneten Fährschiffverbindung
zwischen dem belgischen Hafen Zeebrugge und dem englischen Hafen Harwich.
Züge, in die derartige Wagen eingestellt waren, durften die Grenze
nur an den deutsch-belgischen Übergangsbahnhöfen "Aachen Süd"
und "Aachen West" passieren.
Neben den deutschen Fährbootwagen waren für diesen Einsatzfall auch Fährbootwagen der Belgisch-Englischen Fährbootgesellschaft zugelassen, die in den Wagenpark der Nationalen Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen als Privatgüterwagen eingestellt waren. |
|
offene Wagen Gattung Rfh |
gedeckte Wagen Gattung Gfh |
gedeckte Wagen (Privatwagen) |
|
| Wagenkastenlänge |
|
|
|
| Wagenkastenbreite |
|
|
|
| Ladefläche |
|
|
|
| Rauminhalt des G-Wagens |
|
|
|
| Ladegewicht |
|
|
|
|
Gattung Gfh Ladegewicht 15 t |
![]() |
| Von diesem Fahrzeug, das ausschließlich
mit Bremserhaus gebaut wurde, sind von 1927 bis 1929 insgesamt 300 Stück
beschafft worden. Die Wagen waren 45 cm schmaler als diejenigen Typen,
die nur auf den europäischen Festland zum Einsatz kamen und
35,5 cm niedriger als ein entsprechender Wagen der Austauschbauart. Ein
auffälliges Merkmal dieser Fahrzeuge waren die doppelten Türen,
die sonst an deutschen Güterwagen bis dahin nicht üblich waren.
Mit der Umzeichnung des Gattungsbezirkes Trier in Saarbbrücken änderte sich 1935 auch der Nummernkreis von 101 bis 400 in 29001 bis 29300. Die Gattungsbezeichnung wurde 1943 in Gbh geändert. |
|
Gattung Rfh Ladegewicht 15 t |
![]() |
Während der gedeckte Fährbootwagen
als Standardfahrzeug anzusehen war, durfte der offene Fährbootwagen
(Rungenwagen Rfh), von dem nur 15 Exemplare beschafft worden sind (ebenfalls
alle mit Bremserhaus), nur eingesetzt werden für:
|
|
Gattung Gfkhs Ladegewicht 15 t |
![]() |
| Für die Verladung in den Fährboot-Kühlwagen galten vergleichbare Bestimmungen wie für normale Kühlwagen. 1935 wurden 50 Fahrzeuge der Gattung Gfkhs beschafft. Wie auch andere Kühlwagen waren diese Fahrzeuge außen senkrecht verbrettert, jedoch wurden sie nicht dem Gattungsbezirk Berlin zugeordnet. Die Wagen besaßen 8 Flettnerlüfter und die dicht schließenden Türen dieser Fahrzeuge waren 1400 mm breit. |
|
Gattungsbezirk Kassel Gattung Gr |
Gattungsbezirk Trier Gattung Gfh |
![]() |
![]() |
|
|
|
![]() |
|
| Von dieser Seite existiert eine Printversion! | ||||||
| © Thomas Noßke 2000 | www.epoche2.de | |||||