12.01. Beginn einer sowjetischen Großoffensive
südlich von Warschau
20.01. Ungarn schließt einen Waffenstillstand
mit der Sowjetunion und wechselt damit auf die Seite der Alliierten.
26.01. Sowjetische Truppen erreichen die Ostsee
und trennen damit Ostpreußen und Pommern.
30.01. Erster sowjetischer Brückenkopf
an der Oder bei Küstrin.
04.-11.02. Jalta-Konferenz, auf der die Alliierten
die europäische Nachkriegsordnung verhandeln.
04.02. Die letzten deutschen Truppen verlassen
Belgien
10.02. Die letzten deutschen Truppen im eingeschlossenen
Budapest kapitulieren.
13.02. Nachdem in den vorangegangenen Wochen
praktisch täglich schwere britische und amerikanische Bombenangriffe
auf deutsche Städte und Industrieanlagen erfolgten, gipfelt der Bombenkrieg
im militärisch nutzlosen Flächenangriff auf Dresden, bei dem
wahrscheinlich mehr als 60 000 Zivilisten sterben. Auch in den folgenden
Wochen lassen die Bombardements auf deutsche Städte nicht nach.
15.02. Propagandaminister Goebbels veröffentlicht
einen Zeitungsartikel, in dem er sich für eine Fortsetzung des Krieges
ausspricht, weil seiner Auffassung nach der zu erwartende Frieden dem deutschen
Volk die Versklavung bringe. Reichsjustizminister Thierack verkündet
für Ortschaften in Frontnähe die Einrichtung von Standgerichten,
die auch in der deutschen Zivilbevölkerung gegen den Zusammenbruch
der Kampfmoral mit aller Härte vorgehen sollen.
05.03. Einberufung der männlichen Bevölkerung
des Jahrgangs 1929 zur Wehrmacht. Viele dieser Jugendlichen werden bereits
nach kurzer Ausbildung an die Front geschickt.
07.03. Alliierte Truppen überschreiten
den Rhein bei Remagen.
08.03. Auf Befehl Hitlers wird allen deutschen
Familien die Sippenhaft für den Fall angedroht, daß sich Angehörige,
die als Soldaten eingezogen wurden, in Gefangenschaft begeben, ohne bis
zum Äußersten gekämpft zu haben oder verwundet worden zu
sein.
29.03. Einmarsch sowjetischer Truppen in das
österreichische
Burgenland.
31.03. Der Oberbefehlshaber der alliierten
Expeditionsstreitkräfte in Europa, General Eisenhower, befiehlt dem
britischen Feldmarschall Montgomery, den Vormarsch seiner Truppen auf die
Reichshauptstadt zu stoppen. Damit wird die Eroberung Berlins der Roten
Armee überlassen.
03.04. SS-Reichsführer Himmler ordnet
die sofortige Erschießung aller männlichen Bewohner derjenigen
Häuser an, an denen vor den heranrückenden feindlichen Truppen
eine weiße Fahne gehißt wird.
04.04. Rückzug der letzten deutschen
Truppen aus Ungarn nach Niederösterreich.
20.04. US-amerikanische Bomberverbände
fliegen den letzten strategischen Luftangriff auf die Reichshauptstadt
Berlin. Die Roten Armee beginnt mit dem Artillereibeschuß Berlins.
Für die Reichshauptstadt wird der Verteidigungszustand ausgerufen.
25.04. In der Nähe von Torgau an der
Elbe treffen erstmals US-amerikanische und sowjetische Truppen aufeinander.
30.04. Hitler begeht in Berlin im Bunker unter
der Reichskanzlei Selbstmord. Vor seinem Tod ernennt er Großadmiral
Karl Dönitz zu seinem Nachfolger.
04.05. Im Hauptquartier des britischen Feldmarschalls
Montgomery in der Lüneburger Heide unterzeichnet Generaladmiral Hans
Georg von Friedeburg die Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark,
Nordwestdeutschland und in den Niederlanden.
07.05. Im Hauptquartier Eisenhowers in Reims
unterzeichnen die Generäle Alfred Jodl, Hans-Georg von Friedeburg
und Wilhelm Oxenius die Gesamtkapitulation.
Als am 25.4. amerikanische und sowjetische
Truppen bei Torgau an der Elbe zusammentrafen, schloß sich die alliierte
Front. Um Zeit zu gewinnen, versuchte von Friedeburg noch am 5.5. in Reims,
weitere Teilkapitulationen neben den bereits erfolgten anzubieten. Möglichst
vielen Soldaten sollte vor dem endgültigen Zusammenbruch die Flucht
ermöglicht werden, um der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen.
Doch Eisenhower fordert in Reims ultimativ die bedingungslose Kapitulation.
Auch Jodl, der am 6.5. anreiste, kann keinen Aufschub mehr erreichen. Die
am 7.5. unterzeichnete Gesamtkapitulation tritt am 8.5. um 23.01 Uhr in
Kraft. Auf Wunsch der sowjetischen Streitkräfte wird die Zeremonie
am 9.5. in Berlin-Karlshorst im Beisein des sowjetischen Marschalls Georgi
K. Schukow wiederholt.
08.05. In einer Rundfunkansprache über
den Sender Flensburg gibt der Reichspräsident, Großadmiral Karl
Dönitz, sämtlichen deutschen Streitkräften den Befehl zur
Kapitulation.
12.02. Kürzung die Lebensmittelrationen
für die Zivilbevölkerung um mehr als 10%.
18.03. Der Reichsminister für Rüstung
und Kriegsproduktion, Albert Speer, kündigt in einem Gutachten den
Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft innerhalb der nächsten Wochen
an.
19.03. Auf Befehl Hitlers sollen sämtliche
Industrie- und Versorgungseinrichtungen im Reichsgebiet bei Heranrücken
gegnerischer Kräfte zerstört werden. Die Alliierten sollen bei
ihrem Vormarsch nur noch "verbrannte Erde" vorfinden.
30.01. Nach der Torpedierung durch ein sowjetisches
U-Boot sinkt der deutsche Passagierdampfer "Wilhelm Gustloff" in
der Ostsee binnen einer Stunde. An Bord befindlichen sich 6000 deutsche
Flüchtlinge, von denen über 5000 ums Leben kommen.
22.02. Mit über 3700 Maschinen fliegen
die Luftstreitkräfte Großbritanniens etwa 9000 Einsätze
gegen das deutsche Verkehrsnetz. Dabei werden rund 90% der deutschen Verkehrsknotenpunkte
lahmgelegt.
25.03. Als letztes deutsches Schiff verläß
das Passagierschiff "Ubena" mit über 4000 Menschen an Bord den
Danziger Hafen.
03.04. Bei einem schweren Angriff von 700
amerikanischen Bombern auf den Kieler Hafen werden drei Unterseeboote,
ein Minensucher, drei Räumboote sowie die Passagierschiffe "New York",
"Olivia" und ein Tanker versenkt.
02.05. Ein SS-Kommando sprengt in Berlin die
Tunneldecke des S-Bahn-Tunnels unter dem Landwehrkanal, woraufhin weite
Teile des Tunnelnetzes von U- und S-Bahn, in das sich Tausende von Menschen
geflüchtet haben, überflutet werden.
22.01. Schwere britische Bombenangriffe auf
Eisenbahnanlagen in Hannover, Duisburg und Gelsenkirchen.
23.01. Einstellung des zivilen Schnellzugverkehrs
der Deutschen Reichsbahn wegen der vermehrten Fliegerangriffe und der beträchtlichen
Zerstörungen an den Gleisanlagen.
07.03. Bei Remagen gelingt es amerikanischen
Einheiten, eine unzerstörte Eisenbahnbrücke über den Rhein
in Besitz zu nehmen.
14.03. Bei einem britischen Luftangriff auf
Eisenbahnanlagen in der Nähe von Bielefeld werden erstmals "Grand
Slam"-Bomben (Großer Knall) mit einem Gewicht von 10 t abgeworfen.
11.08. Per Befehl Nr. 8 der Sowjetischen Militäradministration
in Deutschland werden die Eisenbahnbetriebe in der sowjetischen Besatzungszone
ab dem 01.09. den deutschen Eisenbahnern übergeben.
31.08. Nach einer Bestandsaufnahme des rollenden
Materials in der sowjetischen Besatzungszone befanden sich allein in dieser
Zone 4928 reparaturbedürftige Lokomotiven und 32927 nicht voll einsatzfähige
Wagen.
bis
Mai 1945 von der Reichsbahn beschaffte Triebfahrzeuge